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Wirtschaft

Fahren in Frankreich: Wichtige Hinweise für Autofahrer

Autofahrer, die nach Frankreich reisen, sollten sich über lokale Verkehrsregeln und Besonderheiten im Straßenverkehr im Klaren sein. Kleine Vorbereitungen können große Unterschiede machen.

Sophie Wagner21. Juni 20262 Min. Lesezeit

Als ich neulich die Straßen von Paris erkundete, fiel mir auf, wie sehr sich das Autofahren hier von Zuhause unterscheidet. Man könnte sagen, dass der Verkehr in Frankreich, insbesondere in der Hauptstadt, eine kleine Kunstform darstellt. Man ist ständig gefordert, und das nicht nur durch die Vielzahl an Fahrrädern und Fußgängern, die sich ungeniert zwischen den Autos hindurchschlängeln. Es gibt diese spezielle Regel, dass man an einer rot-grünen Ampel gefahrlos abbiegen darf, wenn der Verkehr es erlaubt. Ein Grundsatz, der für viele Ausländer eher wie ein Freifahrtschein wirkt, als wie eine echte Verkehrsregel.

Doch zurück zu den Basics. Was müssen Autofahrer beachten, wenn sie auf französischen Straßen unterwegs sind? Zunächst einmal ist da das Tempolimit. In Städten liegt es meist bei 50 km/h, aber wie so oft, gilt auch hier, dass die Schilder für die Besserwisser unter uns da sind, damit sie ignoriert werden können – oder besser gesagt, von den Schwachen befolgt werden. Ein Blick auf die Autobahn zeigt, dass man hier auch schon mal mit 130 km/h über die Bahn fegen darf, solange der Wetterbericht mitspielt. Ach, und falls Sie es noch nicht wussten: Auf Autobahnen wird eine Maut fällig, die einem das Gefühl gibt, für die Freude am Fahren zu bezahlen.

Aber nicht nur Geschwindigkeitslimits und Mautgebühren sind das A und O. Das Parken in Frankreich könnte fast schon als eigene Disziplin betrachtet werden. Die Franzosen scheinen mit einem angeborenen Talent zum Parken gesegnet zu sein – oder sie haben einfach eine andere Definition von „Platz“. Man findet Autos oft in abenteuerlichen Winkeln, die für einen deutschen Autofahrer die Nerven kosten würden. Parkplätze sind rar und teuer, aber ein bisschen Geschick kann auch hier Wunder wirken. Nutzen Sie am besten die kleinen Plätze, die man auf den ersten Blick nicht wahrnimmt.

Aber haben Sie keine Angst: Der französische Autofahrer ist, trotz ihres oft rücksichtslosen Fahrstils, äußerst hilfsbereit. Wenn Sie an einer Ampel stehen bleiben, werden Sie vielleicht von einem anderen Autofahrer angefeuert, der Ihnen den Weg zum nächsten Parkplatz weist. Wie charmant!

Ein weiteres wichtiges Detail, das oft unter den Tisch fällt: Die Verwendung von Licht. In Deutschland haben wir zahlreiche Regeln, wann und wo Lichter zu verwenden sind. In Frankreich hingegen scheinen diese Regeln eher in den Bereich der persönlichen Vorliebe zu fallen. Bei Nebel etwa wird es Ihnen nicht schwerfallen, einen aufmerksamen Autofahrer zu finden, der fünf Kilometer ohne Licht fährt und dabei auch noch die eifrigsten Vorurteile über die Einhaltung von Vorschriften äußert.

In der Summe wäre es ratsam, ein paar der lokalen Eigenheiten zu verinnerlichen, bevor Sie den Schlüssel ins Schloss stecken. Frankreich hat seinen eigenen Rhythmus, und es lohnt sich, diesen zu lernen. Ein bisschen Vorfeldinformation, die man als Selbstverständlichkeit abtun könnte, könnte das Fahren durch Frankreich zu einem echten Genuss machen.

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